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Infos 2020

Zu alt?

„Alter ist keine Ausrede, wenn du ein Karateka bist.“

Wann war das letzte Mal, dass du etwas nicht getan hast, nur weil du dachtest, dass es in deinem Alter nicht angemessen ist?

Freiheit hat nichts mit dem Alter zu tun. Sie hat kein Haltbarkeitsdatum und keine Lebensdauer. Sie verschwimmt nicht mit der Zeit oder driftet immer weiter ab, während die Jahre vorüberziehen. Du kannst heute genau so frei sein, wie du es morgen oder in zehn Jahren sein kannst. Freiheit ist zeitlos. Sie mag nicht immer gleich aussehen, doch sie ist immer da und wartet darauf, dass du sie dir holst.

Die Zeit vergeht wie im Flug und schon bald messen wir den verpassten Chancen mehr Bedeutung zu, als denen, die wir noch vor uns haben. „Ich habe meine Chancen verpasst“, sagen wir uns selbst. „Jetzt brauche ich es erst gar nicht mehr zu versuchen.“ Doch unser Alter ist kein unüberwindbares Hindernis. Es ist vielmehr etwas, das wir uns selbst ausdenken, um den Verlust der Person zu rechtfertigen, die wir hätten sein können. Wir legen für bestimmte Lebensereignisse einen gewissen Zeitrahmen fest, indem wir unser Leben in überschaubare Abschnitte und Kästchen unterteilen, die wir abhaken können, haben wir das Gefühl, „auf der Spur“ zu bleiben. Diese „Spur“ wurde jedoch von denen festgelegt, die die Bestätigung brauchen, dass ihr Leben „normal“ ist. Die ihr Leben damit verbringen, von einer eng definierten Box in die nächste zu springen. Uns wird eingebläut, dass alles, was wir tun, ein Ablaufdatum hat: Zur Uni geht man höchstens, bis man 25 ist; eine Weltreise muss man machen, solange man noch keine Kinder hat; Karate ist nur etwas für junge Leute. Diejenigen, die uns solche Dinge weismachen wollen, sind diejenigen, die bereits aufgegeben haben. Sie ziehen dicke Linien unter bestimmte Lebensereignisse und sagen uns, dass es unnatürlich oder falsch ist, diese Linien zu durchbrechen. Sie schaffen Grenzen, das Grenzen verständlich, bequem und einfach sind.

Was ihnen jedoch nicht bewusst ist, ist dass sie in Unwissenheit leben. Dein Verhalten bestimmt, wie alt du bist. Wenn du dich verhältst, als wärst du alt und schon mit einem Fuss im Grab, dann fühlst du dich auch so. Unsere Denkweise muss sich nicht ändern, nur weil wieder ein Jahr vergangen ist. Wir wachsen, entwickeln uns weiter und entfalten uns bis zu unserem letzten Tag. Wir müssen nicht damit aufhören, nur weil wir von der Gesellschaft vorgeschriebene Grenzen überschritten haben. Dein Alter steht deiner Freiheit nur dann im Weg, wenn du es zulässt.

Das Alter ist keine finale Grösse. Studien haben gezeigt, dass 70-jährige, die regelmässig ihr Herz-Kreislauf-System trainieren, körperlich genauso fit sind wie Studenten, die hauptsächlich einen sitzenden Lebensstil pflegen. Wenn wir unser Alter als Ausrede anführen, um nicht zu trainieren, geben wir damit unsere Freiheit in all ihren Formen auf. Wir wenden einer gesunden, aktiven Zukunft den Rücken zu und wählen ein Leben, in dem wir immer nur auf das zurückblicken, was wir einst waren, und nicht auf das, was wir noch werden können. Wenn wir zulassen, dass unser Alter unserer Fitness im Weg steht, dann akzeptieren wir dadurch, dass dies die finale Version unserer selbst ist. Dass keine Verbesserung mehr möglich ist. Dass wir mit unserem Dasein zufrieden sind und gern unser restliches Leben innerhalb der klaustrophobisch anmutenden Grenzen verbringen, die wir für uns selbst festgelegt haben. Diese freiwillige Gefangenschaft ist nichts, was wir beabsichtigen. Doch wenn die Zeit gekommen ist, scheint sie einfach zu gemütlich, um ihr widerstehen zu können.

Das Alter ist nicht einfach nur ein Hindernis; eine furchteinflössende, undurchdringliche Blockade, die unsere Ziele zu untergraben droht. Nein, es ist viel schlimmer. Das Alter ist ein angenehmes Hindernis; wir können es immer wieder als Ausrede heranziehen, da es etwas ist, das wir nicht kontrollieren können. Es ist unvermeidbar und unwiderruflich. Nicht wie ein Schalter, den wir umlegen können, wenn es uns mal wieder zu viel wird. Unsere Bequemlichkeit und Resignation halten uns davon ab, frei zu sein. Sobald wir aufhören, Neues auszuprobieren und uns weiterzuentwickeln, sind wir gefangen und stehen still. Dann werden wir langsam vom Treibsand in die Tiefe gezogen. Sich nicht von seinem Alter einschränken zu lassen, erfordert Mut. Man muss sich über gesellschaftliche Normen hinwegsetzen und von allen bequemen und einfachen Dingen verabschieden. Doch dieser Schritt ist jedoch absolut erforderlich. Vielleicht denkst du, du bist zu alt; doch das stimmt nicht. Es werden viele virale Videos von 80-jährigen Karatekas gepostet – du hast also wirklich keine Ausrede mehr, nicht zu trainieren, nur weil du denkst, dass du „zu alt für solche Sachen“ bist. Lass dir Eines gesagt sein: Du bist niemals zu alt.

Wenn wir unser Alter als Hindernis für unsere Fitness betrachten, werfen wir den Rest unseres Lebens weg. Wenn wir älter werden, verschliessen sich uns einige Türen, doch noch viel mehr öffnen sich. Das Alter muss für unsere Freiheit kein Hindernis sein, sondern vielmehr eine Drehtür. Während manche Chancen an uns vorbeiziehen, ergeben sich neue; die Tür schliesst sich nie wirklich. Trau dich, dich von deinem Alter als Hindernis zu befreien, und erlebe es selbst.

(Quelle: http://www.freeletics.com)

DAN-Seminar

Am 11. Januar 2020 fand in Kriens-Obernau das 21. DAN-Seminar der IFK Switzerland Kyokushinkai statt. 35 Yudansha liessen sich gespannt auf das Thema „Wim Hof Methode“ (WHM) ein. Von der Kyokushinkai Karateschule Chur nahmen Shihan Toni Gansner, 5. DAN, Sensei Rolf Imhof, 4. DAN, und Sempai Nadja Gansern, 1. DAN, teil.

Als Referent fungierte der WHM Instruktor Sensei André Emmenegger, 4. DAN, aus der Karateschule Kriens. r führte die Teilnehmer kompetent in die drei Säulen (Atmung, Fokus und Kälte) der Methode ein. Sensei André gelang es hervorragend immer wieder den Link der Methode zum Karate herzustellen. So konnten die Teilnehmer das eine oder andere für ihr Training oder ihren Alltag mitnehmen.

Nach einem kurzen Theorieteil wurden die Schwarzgurte in Atemübungen und Fokus unterrichtet. Der Höhepunkt bestand aber sicher darin, für zwei Minuten ins ca. 1°C „warme“ Wasserbecken zu steigen. Dank Atmung und Fokus gelang es allen Yudanshas diese Aufgabe mit Bravour zu meistern. Mit einer warmen Suppe und einem gemütlichen Austausch wurde der Anlass beendet.

Herzlichen Dank an Sensei André für den äusserst lehrreichen und spannenden Tag.